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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Was sind Ölfarben

Ölfarben bestehen aus Farbpigmenten und einem Bindemittel.

Farbpigmente

Pigmente sind unlösliche, fein zerriebene Pulver aus anorganischen Stoffen. Für die Farbenherstellung eignen sich besonders verschiedenfarbige Erden, verschiedenen Tonsorten, weiche Gesteine, Ziegelsteinen und Gipsbrocken. Eine größere Auswahl an Farben gibt es bei Synthetisch hergestellten Pigmenten. Für die Herstellung der Pigmente müssen die Erden oder ähnliche Stoffe erst getrocknet werden. Anschließend werden sie mit einem Hammer auf einer Unterlage zerkleinert, gesiebt und anschließend in einem Mörser noch feiner gemahlen.

Bindemittel

Als Bindemittel für Ölfarben wird in erster Linie Leinöl verwendet. Aber auch Mohnöl, Walnussöl und Sonnenblumenöl haben ihre besonderen Eigenschaften und Farben. Das Bindemittel sorgt für eine geschmeidige Konsistenz und bewirkt eine langsame Trocknungszeit der Ölfarbe. Als Verdünnungsmittel für Ölfarben wird Terpentin verwendet, es sollte jedoch nur sehr sparsam angewendet werden. Bei der Herstellung von Ölfarbe wird den Farbpigmenten Öl beigegeben und unter reiben miteinander vermischt. Bei der Trocknung reagiert das Öl mit dem Sauerstoff und es setzt ein Oxydationsprozess ein, der die Ölfarbe langsam trocknen lässt. Dieser Trocknungsprozess kann Jahrzehnte Dauern. Bei einem Pastös gemaltem Ölbild ist der Trocknungsprozess erst nach Jahrhunderten abgeschlossen. Die Oberfläche ist jedoch nach einiger Zeit soweit verschlossen dass man das Bild anfassen kann. Trocknungsbeschleunigende Malmittel enthalten Sikkativ, das sind Lösungen die Metallsalze enthalten, die die Trocknung von Ölfarben beschleunigen. Diese Malmittel sind sehr hilfreich, da die Ölfarben in relativ annehmbarer Zeit trocknen.

Ölfarbe anrühren

Zum herstellen der Ölfarbe benötigt man Farbpigmente, Leinöl, eine Anreibeplatte, bevorzugt eine Marmorplatte mit Reibstein, ein Palettmesser einen Glasläufer zum Verreiben der Farbe und einen Leerbehälter. Als erstes wird auf die Anreibeplatte Pigment und etwas Öl gegeben. Mit einem Palettmesser verrührt man das Pigment mit dem Öl bis ein körniger Farbbrei entsteht. Danach wird mit dem Glasläufer, mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck, der Farbbrei verrieben. Ab und zu wird mit dem Palettmesser die Farbmasse zusammengeschoben und weitergerieben. Durch das Reiben wird der, anfangs körnige, Brei fein und cremig. Die richtige Feinheit ist dann erreicht wenn wenn die Farbmasse beim Reiben nicht mehr knirsch. Ist die Ölfarbe fertig angerührt kann sie in den Leeren Behälter abgefüllt werden

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