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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Aluminium löten

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Unter Löten versteht man eine Technik bei der mit Hilfe von Lot zwei Materialien miteinander verbunden werden. Beim Löten entsteht eine Verbindung an der Oberfläche der Materialien, wobei das Lot in den Kornbereich der zu verlötenden Werkstücke eindringt.

Auf dem Aluminium befindet sich eine Oxydschicht mit einer Schmelztemperatur von 2050°C. die sehr zäh ist und das Aluminium vor Korrosion schützt. Damit das Lot eine Verbindung eingehen kann muss diese Schicht entweder mechanisch oder mit einem Flussmittel entfernt werden.

Wichtig beim Aluminium löten ist eine gründliche Entfernung von Schmutz und der Oxydschicht und eine gleichmäßige Erwärmung der zu verbindenden Teile. Werden zwei unterschiedlich dicke Aluminiumbleche verlötet ist unbedingt auf eine gleichmäßige Erwärmung der Bleche zu achten.

Verlöten

Risse solten durch ausschleifen zu einer V-förmigen Lötfuge geöffnet werden in die das Lot durch Reiben eingebracht werden kann. Abgebrochene Bauteile werden X-förmig ausgeschliffen. Dann werden die zu verlötenden Werkstücke fixiert, wobei man darauf achtet dass nur ein kleiner Teil der Werkstücke mit der Einspannvorrichtung in Berührung kommt um eine möglichst geringe Wärmeableitung zu erreichen.

Als nächstes wird die Lötstelle mit einem Lötkolben oder mit einem Brenner gleichmäßig erwärmt. Dann wird die Lötstelle mit Flussmittel eingerieben, mit dem Lot benetzt und das flüssige Lot mit einer Edelstahlbürste in die Oberfläche des Aluminiums eingerieben, damit an der Lötstelle eine Legierung entsteht. Sind beide Seiten der Werkstücke so vorbehandelt können sie miteinander verbunden werden indem man weiteres Lot aufträgt.

Das Reiben bewirkt, dass die neugebildete Oxidschicht wieder aufgerissen wird und das Lot den Grundwerkstoff benetzen kann. Dieses Aufreißen der Oxidhaut kann entweder durch Bürsten mit einer Edelstahlbürste oder das Kratzen mit einem spitzen Gegenstand erfolgen. Die aufgebrachte Lotschicht schützt hierbei die darunter liegende Oberfläche vor weiterer Oxidation. Der Arbeitsschritt des Aufreibens ist sehr wichtig, da er die Qualität der Lötverbindung deutlich beeinflusst. Die Festigkeit der Verbindung ist um so größer, je sorgfältiger das Reiben während der Lotbeschichtung durchgeführt und je gleichmäßiger das Bauteil dabei erwärmt wird.

Abkühlen

Ist der Lötvorgang beendet darf das Werkstück, bis zum endgültigem Abkühlen nicht mehr berührt werden. Jede noch so kleine Bewegung kann dazu führen dass die Verbindungsstelle abreißt, da die Legierungsstelle noch nicht ausgehärtet ist. Wichtig ist hierbei ein langsames Abkühlen damit an der Lötstelle keine Risse entstehen.

Nach dem Abkühlen wird das Werkstück gründlich mit Wasser gereinigt und mit einem weichem Tuch abgetrocknet.

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