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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

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Galvanisieren: Elektrolyte

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Entstehung von Kupfer-Elektrolyt:

Wird metallisches Kupfer in Schwefelsäure gelöst, entsteht Kupfersulfat. Werden die dabei entstehenden blauen Kristalle zerkleinert und in Wasser gelöst entsteht Kupfer-Elektrolyt. Bei diesem Vorgang zerfällt das Kupfersulfat in zwei elektrisch geladene Teilchen, ein positiv geladenes und ein negatives geladenes, die als Ionen bezeichnet werden. Im ungelösten Zustand, also im Kupfersulfat, sind die beiden Teilchen zusammen und die elektrische Ladung gleicht sich gegenseitig aus. Sobald beim Galvanisieren Gleichstrom durch das Elektrolyt geschickt wird werden die Ionen vom jeweils entgegengesetzten Pol angezogen. Die positiv geladenen Ionen wandern zur Kathode, die negativ geladen ist und die negativ geladenen Teilchen wandern zur positiv geladenen Anode. Befestigt man am negativ geladenen Pol einen Gegenstand der verkupfert werden soll verliert das positive Kupfer-Ion seine Ladung und schlägt sich auf dem Gegenstand als Kupferschicht nieder. Das negativ geladene Teilchen wandert zur Anode, an der ein Kupferblech befestigt ist und löst aus diesem ein Kupferteilchen, wodurch das Elektrolyt wieder aufgefüllt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich solange bis das Kupferblech aufgelöst ist.

Elektrolyt-Sorten:

Kupferglanz Elektrolyt:

Ein saurer Kupfer Elektrolyt bei dem nachträgliches Polieren entfällt. Die verkupferte Oberfläche erhält einen dauerhaften Glanz, da durch spezielle Zusatzstoffe eine Oxidation verhindert wird. Vor allem im Modellbaubereich sehr beliebt, wo schöne, glänzende, Oberflächen sehr gefragt sind und ein nachträgliches Polieren nur sehr schwer möglich ist.

Saurer Kupfer-Elektrolyt:

Dieser Elektrolyt wird benötigt um nicht leitende Gegenstände, die mit Leitlack beschichtet werden, galvanisch zu verkupfern. Mit ihm ist es möglich Pflanzenteile, oder andere nicht metallische, auch flexible, Objekte, mit einer Kupferschicht zu versehen.

Alkalischer Kupferelektrolyt

Will man Gegenstände aus Zinn, Blei, Eisen oder Stahl verkupfern, muss zuerst eine Schicht mit alkalischen Kupfer-Elektrolyt aufgetragen werden, da sonst keine ausreichende Haftung erreicht wird. Erst danach kann man galvanisch verzinken, vernickeln, oder mit einem saurem Kupferbad verkupfern.

Nickel-Elektrolyt

Vor allem im Hobby-Bereich hat der Nickel-Elektrolyt einen hohen Stellenwert. Sollen Gegenstände, aus Zinn oder Blei, versilbert oder vergoldet werden, ist es nötig zuerst mit Nickel-Elektrolyt eine Sperrschicht aufzutragen, da sonst die Edelmetalle in den weichen Metallen einsinken. Dabei wird zuerst mit alkalischen Kupfer-Elektrolyt eine Schicht Kupfer aufgetragen. Danach eine Nickelschicht und dann erst versilbert oder vergoldet. Im Modellbau werden Kunststoffteile mit Leitlack vorbehandelt, um danach mit einer Nickelschicht ein metallisches Aussehen zu erreichen.

Gold-Elektrolyt

Gold-Elektrolyt das für den Hobby-Bereich zum vergolden hergestellt wird ist sehr hochwertig und enthält einen Goldanteil von 24 Karat, das Elektrolyt kann bis zu 50 % mit Wasser verdünnt werden. Im Gegensatz zu den anderen Elektrolyten kann das Gold-Elektrolyt nicht mit einer Anode erneuert werden sondern muss, wenn es verbrauch ist, erneuert werden. Eine blaue Färbung, an der Anode, ist meistens ein Zeichen dafür, dass der Elektrolyt verbraucht ist und ersetzt werden muss.

Silber Elektrolyt

Silber-Elektrolyt auf Silber-Nitrat-Basis ist wasserhell und muss nach dem Galvanisieren poliert werden, da die Abscheidung bläulich bis grau-schwarz erscheint. Der Elektrolyt ist kälteempfindlich und und neigt, bei Temperaturen unter 20°C, zum kristallisieren. Die Kristalle lösen sich bei einer Erwärmung, bis zu 40°C, wieder auf und der Elektrolyt ist wieder gebrauchsfähig. 

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Silber-Elektrolyt auf Silber-Jodid-Basis hat eine gelbe bis rotbraune Färbung. Die Abscheidung ist dunkelgrau bis schwarz und wird nach dem Polieren weißlich-silbern. Der Elektrolyt darf nicht mit Wasser verdünnt werden. Beide Elektrolyte müssen,wenn sie verbraucht sind, ersetzt werden, da sie, genau so wie der Gold- Elektrolyt, nicht über eine Anode erneuert werden können.