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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

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Die Hinterglasvergoldung

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Die Hinterglasvergoldung wird auf der Rückseite von Glasscheiben, also hinter dem Glas, ausgeführt, dabei ist zu beachten dass alle Entwurfsarbeiten spiegelverkehrt geplant werden. Ein großes Anwendungsgebiet der Hinterglasvergoldung ergibt sich in der Ikonenmalerei, Hinterglasmalerei und Schaufenstergestaltung.

Unterschieden wird zwischen der Glanz- und Mattvergoldung, was durch das jeweilige Klebemittel verursacht wird. Wenn die Vergoldung mit Gelantinelösung ausgeführt wird entsteht eine Glanzvergoldung, wird als Klebemittel Ölvergoldung verwendet ergibt es eine Mattvergoldung.

Ein fehlerfreies, glattes Glas ist die Voraussetzung für eine saubere Hinterglasvergoldung. Sehr wichtig ist auch eine gründliche, fusselfreie, Reinigung der Glasoberfläche.

Für Beschriftungen oder graphische Entwürfe werden selbstklebende Kunstofffolien faltenfrei aufgezogen. Die haben den Vorteil dass sie nach dem ausschneiden rückstandsfrei vom Glas abgezogen werden können. Auf die Folie wird das Motiv spiegelverkehrt aufgezeichnet, mit einem Federmesser ausgeschnitten und die ausgeschnittenen Felder entfernt. Die Kanten werden gründlich angedrückt damit kein Kleber hinterlaufen kann, das Glas auf Sauberkeit überprüft und gegebenenfalls gereinigt.

Glanzvergoldung

Speisegelatine in Blattform eignet sich am besten zur Herstellung der Leimnetze für die Glanzvergoldung da sie sehr gut dosiert werden kann, leicht erhältlich ist und einfach herzustellen ist.

Für die Netze nimmt man ein 5 qcm großes Stück Blattgelatine und lässt es in 100 ml Wasser etwa 10 Minuten vorquellen. Zur vollständigen Auflösung stellt man die Netze dann in ein heißes Wasserbad, dadurch wird die Lösung klar und schlierenfrei, gießt sie durch einen Kaffeefilter und lässt sie abkühlen.

Die Glasoberfläche wird zum Vergolden mit der Leimnetze satt eingestrichen und das Goldblatt faltenfrei aufgelegt.

Zum Ablöschen der Vergoldung wird ein dicker Löschkarton über die Vergoldung gelegt und vorsichtig mit der Hand angedrückt. Dadurch wird die überflüssige Netze abgesaugt, diesen Vorgang wiederholt man so lange bis sich kaum noch Netze zwischen Glas und Gold befindet.

Sobald die Oberfläche vollständig abgetrocknet ist wird die Vergoldung mit einer Watte vorsichtig geglättet und poliert. Wird die Oberfläche nicht ganz dicht , ist eine zweite Vergoldung notwendig, die wieder genau so ausgeführt wird.

Mattvergoldung

Eine Mattvergoldung wird mit Anlegeöl ausgeführt und ist deshalb auch für den Außenbereich geeignet. Der Glanzgrad bei dieser Vergoldung hängt von der Schichtdicke des Anlegeöls ab.

Um einen streifenfreien Auftrag der Mixtion zu erreichen wird immer in einer Richtung, mit einem kurzborstigen Pinsel oder mit einem fusselfreien Tuch, aufgetragen.

Das Anschießen der Goldblätter erfolgt genauso wie bei Ölvergoldungen auf anderen Untergründen.

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Hinterglasvergoldungen sind sehr empfindlich und müssen nach der Fertigstellung mit einem Lacküberzug geschützt werden. Am besten eignet sich ein wasserverdünnbarer Dispersionslack mit einem goldähnlichen Farbton.