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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Mehrteilige Silikonkautschuk-Form

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Silikonkautschuk Ist eine sehr elastische aber Formstabile Masse die, je nach Sorte, Temperaturen bis 400° C aushält. Die Masse eignet sich hervorragend zum Abformen von künstlerisch gestalteten Gegenständen oder Technischen Teilen für den Modellbau oder für Modelleisenbahnen. Die Abbildung von eingegossenen Gegenständen ist ohne Schwund möglich.

Mehrteilige Form

Möchte man Technische Teile oder Figuren mit Hinterschneidungen Abformen benötigt man eine mehrteilige Form, damit man das Teil aus der Form lösen kann. Ein Körper muss so eingeformt werden dass Hinterschneidungen vermieden werden und dass ein Herauslösen des Abgusses möglich ist ohne die Form zu beschädigen.

Der Gießkasten

Je nach Größe und Form des Modells wird der Gießkasten so gearbeitet dass der Abstand zwischen dem Modell und der Wandung des Kastens mindestens 5 mm beträgt. Für den Kasten benötigt man eine glatte und ebene Grundplatte und vier Seitenwände aus Holz, die man mit der Schmalseite so auf der Grundplatte befestigt dass ein Rahmen entsteht. Die Höhe des Gießkastens sollte fünf bis zehn mm höher sein als das Modell. Die Fugen am Gießkasten müssen mit Modelliermasse so abgedichtet werden dass kein Silikonkautschuk herauslaufen kann.

Mehrteilige Form herstellen

Als erstes wird die Trennlinie der Form bestimmt. Die Trennlinie muss so angeordnet sein dass keine Hinterschneidungen an der Form entstehen. Nach dem Feststellen der Trennlinie wird das Modell bis zur Trennlinie in Modelliermasse eingebettet und mit Kautschuk übergossen. Ist das erste Formteil ausgehärtet, wird es vom Modell und der Modelliermasse abgenommen und gereinigt. Danach wird das Formteil mit der Abformmulde nach oben, auf den Rücken gelegt und das Modell wieder passgenau in die Mulde gelegt. Nach dem Einfügen des Gießrahmens werden, wenn nötig, die nächsten Partien mit Modelliermasse abgedeckt und das nächste Formteil gegossen.

Damit die Formteile nicht aneinander kleben müssen die Flächen, wo sich die Formteile begegnen, sorgfältig mit Formtrennmittel eingestrichen werden. Werden an drei oder vier Stellen in die Formteile mit einem Holzstäbchen kleine Vertiefungen eingedrückt, erhält man Passer die die Formteile genau zueinander in Position halten.

Eingusskanal

Damit man die Gussmasse in die Form gießen kann muss in die Form ein Eingusskanal und Entlüftungslöcher eingeschnitten werden. Der Anguss wird wenn möglich an der Schmalseite der Form angelegt und die Entlüftungslöcher werden ebenfalls nach oben angeordnet, damit sie ins freie treten wo der Anguss sitzt. Zum Abschluss wird der Angusskanal nach oben wie ein Trichter erweitert, damit man die Gießmasse besser einfüllen kann.

Vor dem ersten Gebrauch sollte man die Form noch etwa 5-6 Tage bis zur vollständigen Aushärtung liegen lassen.

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