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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

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Polimentvergoldung

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Sind alle Untergrundarbeiten abgeschlossen, wird mit der Herstellung des Polimentes begonnen. Es gibt zwei Arten von Poliment. Das Leimpoliment und das Eipoliment. Das Leimpoliment ist einfacher in der Herstellung und haltbarer, das Eipoliment ist wesentlich aufwendiger und langwieriger herzustellen, aber der Glanz der Vergoldung ist wesentlich feuriger.

Als erstes wird das Polimentleim hergestellt. Dazu wird Hautleim oder Gelatine benötigt.

Rezept für Polimentleim

Für die Zubereitung von Polimentleim gibt man 10 Gramm Hautleim in 300 ml. Wasser und lässt es über Nacht quellen. Am nächsten Tag erhitzt man den Leim auf 60° C. Bis er flüssig ist und lässt ihn wieder abkühlen. Die Konsistenz ist richtig wenn die Masse nach dem erkalten gallertartig wird.

Herstellung von Leimpoliment

Für die Herstellung von Poliment benötigt man einen Bolus. Bolus besteht aus fetter Tonerde und hat, je nach Herkunft eine gelbe oder rote Färbung.

Rezept für Poliment

Zur Herstellung des Polimentes wird 300 ml. Lauwarmer Polimentleim mit 20 Gramm gelben Bolus gemischt Die lauwarme Leimmasse wird nach und nach hinzugegeben bis man eine streichfähige Masse erhält. Danach wird das Poliment gesiebt und ist gebrauchsfertig. Ebenso wird das rote Poliment hergestellt, nur dass dazu roter Bolus verwendet wird.

Herstellung von Eipoliment

Zur Herstellung von Eipoliment benötigt man das Eiweiß von einem Ei und 20 Gramm gelber oder roter Bolus. Das Eiweiß wird sorgfältig vom Eigelb getrennt und zu Eischnee geschlagen. Den Eischnee lässt man über Nacht ruhen. Dadurch zerstört sich die Eigallerte und es bildet sich eine klare Flüssigkeit. Danach wird die Flüssigkeit mit dem roten oder gelben Bolus verrührt und in einem verschließbarem Glas zur Seite gestellt. Bei Raumtemperatur ist das Eipoliment nach einer Woche gebrauchsfertig.

Die Lösche

Nach der Herstellung des Polimentes wird das Werkstück mit Lösche behandelt. Die Lösche soll gut in den relativ stark saugenden Kreidegrund eindringen und diesen abdichten, aber nur soweit dass die Verbindung vom Kreidegrund zum Poliment noch gewährleistet ist.

Herstellung der Lösche

Für die Lösche wird Polimentleim verwendet und verdünnt ihn mit 1/3 Wasser. Danach wird die Lösche auf 35° C. Erwärmt und auf den Kreidegrund aufgestrichen. Die Temperatur sollte nicht höher sein, da sonst der Kreidegrund angelöst wird, sie soll aber auch nicht wesentlich kälter sein damit sie gut in den Kreidegrund eindringen kann.

Auftragen des Polimentes

Zum Auftragen des Polimentes sollte die Temperatur etwas unter der von der Lösche liegen. Angefangen wird mit dem gelben Poliment. Aufgetragen werden zwei dünne Schichten gelbes Poliment, danach zwei dünne Schichten rotes Poliment. Zwischen den Aufträgen muss der vorhergehende Auftrag trocknen. Die einzelnen Lagen müssen geschliffen, entstaubt und poliert werden. Dabei entsteht eine völlig glatte Oberfläche.

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Vergolden

Als Haftvermittler zwischen dem polimentierten Untergrund und dem Blattgold wird Netze verwendet. Die Netze besteht aus einem Teil Athylalkohol und 2 Teilen Wasser. Sie reaktiviert den Leim der im Poliment enthalten ist. Die Netze wird mit einem weichen Pinsel aufgetragen. Das Blattgold muss in die nasse Netze eingelegt werden, deshalb benetzt man nur soviel wie sofort vergoldet werden kann.Ist die Netze angetrocknet hält das Gold nicht mehr und es muss neu benetzt werden. Wenn die Netze restlos verdunstet ist kann mit dem Polieren des angeschossenen Blattgoldes begonnen werden.