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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Holzpolitur mit Schellack

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Die Schellackpolitur ist die Königsklasse der Holz Politur. Sie ist nicht aufwendiger als eine Lackierung, aber das Ergebnis ist wesentlich schöner.

Die Vorteile der Schellackpolitur

Schellack ist nicht giftig, er setzt keine Lösungsmitteldämpfe frei und er ist fast geruchlos. Sein Glanz ist unübertroffen und das Polieren erzeugt fast keinen Schmutz, so dass man es auch in der Wohnung machen kann. Schellack kommt in Blattform in den Handel und ist das Ausscheidungsproduck einer Indischen Schildlaus.

Herstellung einer Schellackpolitur

Man nimmt ein verschließbares Glas, gibt etwa 200 g. Alkohol hinein und eine Handvoll Schellack dazu. Das Glas wird verschlossen und über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Morgen wird die Lösung gut durchgemischt und durch einen Kaffeefilter in ein sauberes Gefäß gefiltert. Danach ist der Schellack gebrauchsfertig. Er sollte bei Gebrauch immer wieder gerührt werden und nach bedarf kann er mit Alkohol verdünnt werden.

Vorbehandlung der Hölzer

Man kann grundsätzlich alle Hölzer polieren, aber am besten eigen sich feinporige Hölzer, wie Birnbaum, Kirschbaum, Nußbaum und Birke. Vorhandene Lackschichten älterer Möbel müssen restlos entfernt werden. Wird die Oberfläche geschliffen muss der Schleifstaub entfernt werden. Geschliffen wird mit einem feinen Schleifpapier mit einer 240er Körnung und noch feiner. Nach dem Schleifen kann man die Farbe des Holzes mit einer Beize verändern. Um einen gleichmäßigen Auftrag der Beize zu erreichen wird sie mit einem Pinsel oder Schwamm aufgetragen und längs und quer zur Fläche verrieben.

Werkzeug zum Schellackpolieren

Für die unterschiedlichen Arbeitsgänge, wie Grundieren und Deckpolieren ist der Polierballen das wichtigste Werkzeug. Ein Polierballen besteht aus einem Kern aus Wolle, der den Tank für die Flüssigkeit bildet und einem Überzug aus Leinen.

Das Polieren

Als erstes gibt man etwas dünne Schellackmischung in den Ballen. Der Ballen wird immer nur von hinten gefüllt und zwar soviel dass er feucht wird, er darf aber nicht tropfen. Zum Füllen der Poren wird noch etwas Bimsmehl hinzugegeben. Dann wird mit kreisenden Bewegungen über die Fläche gefahren. Das macht man solange bis der Ballen trocken ist. Dieser Vorgang wird solange wiederholt bis die Poren geschlossen sind. Jetzt wird der Ballen mit einer dickeren Lösung befüllt und man beginnt mit er Politur in Maserrichtung. Der Ballen muss auf der Fläche immer in Bewegung gehalten werden, da sonst der austretende Schellack den aufgetragenen Lack anlöst und von der Fläche abzieht. Zum Abschluss wird die gesamte Fläche Kreisförmig poliert um eine gleichmäßige Verteilung des Schellacks zu erreichen.

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