Hobby-Louis! Schmuck Feilen
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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Schmuck Feilen

Bei der Formung von Metallen und Nichtmetallen verwendet der Goldschmied die unterschiedlichen Feilen. Mit ihnen werden die ebenen und gewölbten Flächen eines Werkstücks in die gewünschte Form gebracht und geglättet.

Wirkungsweise der Feile

Der Feilenrohling, auf den der Feilenhieb eingeschlagen wird, besteht aus hochwertigem Werkzeugstahl oder aus chromlegiertem Stahl. Bei hochwertigen Feilen wird der Hieb mit der Hand eingeschlagen. Beim Einhauen des Hiebs entsteht eine Rille und das verdrängte Material wird als Grat aufgeworfen. So entspricht jeder Zahn einem spanabhebenden Keil mit einem negativen Spanwinkel. Die Wirkungsweise des einzelnen Zahns ist vergleichbar mit einem Stichel oder einem Sägezahn. Beim Vorwärtsschieben löst er Teilchen aus der Oberfläche des Werkstücks heraus, sammelt sie im Spanraum vor dem Zahn und wenn der Zahn über die Kante des Werkstücks hinausgelangt fallen diese Späne ab. Bei der Bearbeitung von besonders weichen Werkstoffen, wie Blei, Zinn, Aluminium oder Kunststoffen können die Feilen leicht verschmieren. Dabei werden die Späne durch Arbeitsdruck und Reibungswärme fest in die Spanräume gepresst, so dass sie nicht mehr von der Feile abfallen können. In einem solchem Fall muss die Feile mit einer Feilbürste gereinigt werden. Zur Feinbearbeitung solcher Materialien muss man Schmirgelpapier verwenden.

Einteilung der Feilen

Die Feinheit der Feile wird durch eine Hiebnummer gekennzeichnet Je feiner der Hieb ist, um so höher ist die Nummer. Sie reicht von 0 bis 6, also von grob bis fein. Parallelfeilen haben in der gesamten Blattlänge die gleiche Breite. Spitzfeilen verjüngen sich zur Spitze hin. Spezialfeilen des Goldschmieds sind Riffelfeilen. Mit ihnen werden Stellen eines Werkstücks bearbeitet, die mit einer normalen, geraden Nadelfeile nicht erreicht werden können. Die Riffelfeilen bestehen aus Vierkantstäben die an den Enden ausgeschmiedet und leicht gebogen sind. Der Hieb wird nur in diese Enden eingeschlagen, während das Mittelstück den Griff bildet. Die Form der Feile ist individuell und richtet sich nach dem Verwendungszweck.

Anwendung der Feile

Beim Feilen wird die Feile mit mäßigem Druck nach vorne geschoben und unbelastet wieder zurückgezogen. Von der Feinheit des Hiebs hängt es ab, wieviel Material abgetragen wird. Bei gerade Flächen muss die Feile unbedingt gerade geführt werden, andernfalls werden die Flächen gewölbt und die Kanten abgerundet. Bei gewölbten Flächen muss die Feile der Wölbung entsprechend mitgehen.

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