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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Siebdruckrakel-Ausführung und Schleifen

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Beim Siebdruck wird mit der Siebdruckrakel die Farbe über das Siebdruckgewebe verteilt, die offenen Stellen der Schablone gefüllt und die Farbe durch die offenen Gewebeflächen auf das darunter liegende Objekt übertragen.

Rakelsorten

Eine Rakel besteht aus einer Holz-, Kunststoff- oder Metallleiste in die ein flacher Streifen aus Gummi oder Kunststoff eingearbeitet ist. Der Gummistreifen, das Rakelblatt, ist in eine Nut im Rakel eingeklebt, geschraubt oder geklemmt. Am sinnvollsten sind Rakel mit einem Klemmprofil, zum schnellen Wechseln des Rakelblatts.

Die Rakelblätter sind in unterschiedlichen Materialien, Härtegraden und Profilen erhältlich. Die Beschaffenheit richtet sich nach der Farbkonsistenz, Gewebeart und Oberfläche des zu bedruckenden Gegenstandes.

Rakelhärte

Die am meisten verwendeten Rakelhärten, die in Shore angegeben werden, sind weich mit 55-65° Shore, mittel mit 65-75° Shore und hart mit 75-85° Shore. Am häufigsten wird die mittlere Sorte verwendet. Härtere Rakel sind für großformatigen Druck, feine Linien und weiche Bedruckstoffe geeignet, weichere Rakel werden für unebene Oberflächen und harte Gegenstände verwendet. Um so härter das Rakelblatt ist um so höher ist der Rakeldruck, wodurch sich der Reibungswiederstand auf dem Sieb erhöht. 

Rakelprofil

Die Farbauftragsdicke wird durch das Rakelprofil bestimmt. Bei normalen Handdruck sind Rakel mit Winkelschliff ausreichend. Bei Textildruck und auf saugenden Materialien werden Rakel mit einem Rundschliff verwendet und bei Druck auf nichtsaugenden Materialien, wie Glas, Metall oder Kunststoff wird ein Rakel mit Schrägschliff angewendet.

Rakel schleifen

Unebene oder schlecht geschliffene Rakelprofile verursachen streifige oder verschmierte Druckergebnisse. Mit einer Rakelschleifmaschine können Rakel nachgeschliffen werden. Die Farbauftragsdicke wird durch das Rakelprofil bestimmt. Ein rechteckiges Profil ergibt einen dünnen Farbauftrag, stumpfe und runde Rakel ergeben einen dickeren Farbauftrag. Rakel mit Winkelschliff sind für die meisten Druckaufgaben im Handdruck geeignet.

Eine selbst gebaute Schleifvorrichtung besteht aus zwei, rechtwinklig zusammengefügten, Brettern. Auf das untere Brett wird ein Streifen Schleifpapier befestigt. Das seitliche Brett dient als Führung beim Schleifen der Rakel.

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Nach dem gebrauch müssen die Rakel unbedingt sorgfältig gereinigt werden. Am besten eignet sich dazu Waschbenzin um die Farbreste zu entfernen. Nitroverdünnung ist nicht geeignet, da sie das Rakelmaterial aufweicht. Sorgfältige Lagerung verhindert eine Beschädigung der Rakelblätter.

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