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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Tiffany-Glaskunst Löten

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Um eine Verbindung der Glasteile einer Tiffany-Verglasung herzustellen ist es notwendig die einzelnen Teile mit einer Kupferfolie zu ummanteln und mittels Lötzinn und Lötkolben eine dauerhafte Verbindung herzustellen.

Da die Kupferfolie sehr schnell oxidiert, auch neue erst aus der Verpackung genommene Folien haben auf der Oberfläche schon eine dünne Oxydationsschicht, muss vor dem Löten ein Flussmittel aufgetragen werden. Die in der Tiffany-Technik verwendeten Flussmittel sind üblicherweise Lötwasser, Lötfett, und Lötöl.

Lötwasser und Lötfett sind sehr stark Säurehaltig und aggressiv. Dadurch wird die Oxydschicht auf der Kupferfolie durchbrochen und der Lötvorgang ermöglicht. Da ein Teil der Flussmittel während dem Löten verdampft und sich damit die Atemluft anreichert, kann sich eine Reizung der Atemwege einstellen. Ein kleiner Ventilator oder ein offenes Fenster kann Abhilfe schaffen.

Lötöl, meist ein Stearinöl, ist weniger aggressiv und gesundheitlich verträglicher als Lötwasser und Lötfett. Es eignet sich deshalb auch vorzüglich zum Löten von Spiegeln, da es den auf der Rückseite aufgebrachten Spiegellack nicht so stark angreift. Trotzdem sollte auf der Spiegelrückseite immer ein Spiegelschutzlack, vor dem Einfassen mit Kupferfolie, aufgetragen werden, der ein blind werden des Spiegels verhindert.

Zum Löten wird bevorzugt eine Zinnlegierung mit einem Zinnanteil von 60 % und einen Bleianteil von 40 % verwendet. Das Lötzinn hat einen niedrigen Schmelzpunkt und bleibt eine ausreichende Zeit, jedoch nicht zu lange, flüssig. Dadurch gleicht sich die Lötnaht über eine längere Lötstrecke aus und die Lötnähte werden gleichmäßiger als bei anderen Lötzinnsorten.

Zum verlöten eines Tiffany-Objektes werden die mit Kupferfolie eingefassten Teile auf der Arbeitsvorlage ausgerichtet und mit Stecknadeln gesichert ,damit Sie beim Löten nicht verrutschen können. Jetzt kann nocheinmal die Paßgenauigkeit der Teile überprüft und bei Bedarf korrigiert werden.

Mit einem Pinsel werden nun die Kupferfolien mit Flussmittel eingestrichen und mit einem Tropfen Lötzinn die einzelnen Teile miteinander verbunden. Jetzt werden die Stecknadeln entfernt und man kann mit dem Groblöten beginnen. Bei diesem Arbeitsgang werden die Fugen zwischen den Glasteilen mit Lötzinn ausgefüllt und eine ausreichende Menge Lötzinn aufgetragen die später für eine halbrunde Lötnaht ausreicht.

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Den Abschluss der Lötarbeit bildet das Feinlöten. Dazu wird das zu lötende Objekt immer so ausgerichtet dass die Lötnähte waagerecht liegen damit das flüssige Zinn nicht wegfließen kann. Nun wird der Lötkolben langsam und gleichmäßig von Anfang bis zum Ende der Lötnaht gezogen ohne die Lötspitze von der Lötnaht zu nehmen. Die Lötbewegung muss so langsam sein daß das Lötzinn schmelzen kann, aber so schnell daß kein Zinn auf die Rückseite durchfließt und Tropfen bildet.

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