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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Was ist Tiffany-Glaskunst?

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In unserer Zeit wird Tiffany Glaskunst in erster Linie als Hobby ausgeübt. Ähnlich einer Bleiverglasung wird zuerst ein Motiv ausgearbeitet. Nach diesem Entwurf werden dann die Schablonen für die einzelnen Glasteile hergestellt. Die Schablone wird auf das Glas übertragen und die einzelnen Teile mit einem Glasschneider angeritzt und gebrochen. Anschließend werden die Glasteile mit einer Schleifmaschine passgenau geschliffen und mit einer Kupferfolie eingefasst.

Mit einem Lötkolben werden die Teile, mit Lötzinn, zusammengelötet. Zum Abschluss werden, je nach Wunsch, die Lötnähte patiniert und das fertige Objekt gereinigt

Die in der Blütezeit des Jugendstil entwickelte Glasverarbeitungstechnik Tiffany-Glaskunst, manchmal auch Kupferfolientechnik genannt, haben wir dem Maler und Glaskünstler Louis Comfort Tiffany zu verdanken. Er wurde 1848 als Sohn des Juwelen- und Schmuckhändlers Charls Lewis Tiffany in New York geboren.

Bei seinen Europareisen, wo er in Deutschland, Italien und Spanien Malerei studierte, konnte er in Frankreich die Kathedrale von Chartres bewundern. Die Glasfenster dieser Kirche wurden aus farbigem Glas hergestellt, das in einer Farbe durchgefärbt oder mit mehreren Schichten aus andersfarbigem Glas überzogen wurde. Mit diesen Überfanggläsern konnten die einzelnen Glasstücke mehrfarbig angelegt werden, in dem die Überfänge solange abgeschliffen wurden bis die erwünschte Farbe sichtbar wurde.

Da in den späteren Jahrhunderten die Herstellungstechniken für diese Farbglassorten weitgehend verloren gingen, die Glasfenster wurden nur noch bemalt und gebrannt wodurch die Farben stumpf und ohne Leuchtkraft wurden, gab es keine Glashütten mehr die solch brillante Gläser herstellen konnten.

Zurück in Amerika experimentierte er mit Chemikalien und den Techniken der Glasherstellung, da es zu dieser Zeit keine Gläser gab die seinen künstlerischen Vorstellungen gerecht wurden. Belohnt wurden seine Bemühungen mit der Entwicklung einer eigenen Glassorte, dem „Favrile Glas“. Heißes Glas wird dabei verschiedenen Dämpfen und Metalloxyden ausgesetzt, was zu intensiven Farben und zu einer faszinierenden, irisierenden Glasoberfläche führt.

Die Gläser, er hatte in seiner Blütezeit mehr als 5000 verschiedene Farbgläser zur Verfügung, wurden in erster Linie zur Herstellung von Bleiverglasungen verwendet.

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Als Nebenprodukt, um auch die Glasreste aus der Fensterproduktion verarbeiten zu können, begann er mit dem Bau von Lampen. Durch den Einsatz einer dünnen, in Streifen geschnittenen und auf der Rückseite mit einem Kleber versehenen, Kupferfolie war es ihm möglich Glasverbindungen mit extrem schmalen Verbindungsstegen herzustellen. Im Gegensatz zu den bis dahin gebräuchlichen Bleiverglasungen konnte er von da an auch kleinste Glasteile miteinander verbinden und, wie er es sich wünschte, mit farbigem Glas malen.

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