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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

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Vergolden:

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Schon seit dem Altertum übt Gold eine besondere Faszination auf den Menschen aus. Das Metall, vermutlich entdeckt im 4 Jahrtausend vor Christus, ist gegen Säuren und Laugen sehr beständig. Es behält seinen Glanz über Jahrhunderte hinweg und hält allen Witterungsverhältnissen stand. Gold ist extrem dehnbar, weshalb es sich hervorragend zur Blattgold Herstellung eignet.

Legierungen

Da Gold eine sehr geringe Härte aufweist, wird es häufig durch Zugabe anderer Metalle, mehr oder weniger, in seiner Eigenschaft verändert. Reines Blattgold mit 24 Karat wird fast ausschließlich für Außenvergoldungen verwendet, da es hier besonderen Witterungsverhältnissen ausgesetzt ist. Durch die Zugabe von Platin und Nickel wird Gold härter, durch Zusätze von Zink, Zinn, oder Indium verringert sich die Schmelztemperatur. Farbveränderungen werden durch Zugabe von Kupfer erreicht, was einen rötlichere Farbe ergibt. Der Zusatz von Silber, Nickel, oder Palladium hat eine hellere Farbe zur folge .

Vergolden mit Blattgold

Unter Vergolden versteht man die Oberflächenveredelung von metallischen oder nichtmetallischen Gegenständen. Um große Flächen zu vergolden wird Blattgold verwendet. Dabei wird die extreme Dehnungsfähigkeit von Gold ausgenützt. Das in kleine Barren gegossene Gold wird zuerst zu dünnen Goldblechen gewalzt, anschließend werden die Bleche zwischen Pergamentpapier gelegt und solange mit einem Federhammer geschlagen, bis es die gewünschte stärke erreicht hat. Das so gewonnene Blattgold wird zum Vergolden im Außenbereich, z,B. Tempelvergoldungen in Tibet oder Indien, aber auch für die vergoldeten Kuppeln von Kirchen verwendet. In Innenräumen kommen die Goldblättchen zur Vergoldung von Altarbildern, Buchdeckel, Bilderrahmen und Hinterglasvergoldungen zur Anwendung.

Blattmetall

Zu den wohl bekanntesten Blattmetallsorten gehören Blattsilber, Blattmessing, Blattzinn und Blattkupfer. Schlagmetalle aus Zinn und Messing wurden in der Barockzeit häufig als Silber- oder Gold Imitat verwendet. In der Faßmalerei werden Blattmetalle der verschiedensten Sorten verarbeitet. Schlagaluminium wird seit Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt und dient häufig als Ersatz für Silber. Im Hobby-Bereich wird Schlagmetall gerne zur Verzierung unzähliger Gegenstände aller Art verarbeitet.

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Galvanisches Vergolden

Bei der galvanischen Vergoldung wird der zu vergoldende Gegenstand in eine Wanne gehängt, die mit Gold-Elektrolyt gefüllt ist. Am Rand der Wanne wird eine Anode aus Edelstahl befestigt. Der Gegenstand wird mit dem minus Pol und die Anode mit dem plus Pol einer Gleichstromquelle verbunden. Wird nun Gleichstrom durch das Bad geschickt, schlägt sich das, in gelöster Form, im Elektrolyt befindliche Gold auf dem Gegenstand nieder und bildet eine dünne Goldschicht. Je länger der Vorgang dauert, je dicker wird diese Goldschicht.