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Hobby-Louis! Ihr Magazin für Basteln und Freizeitgestaltung

Hinterglasmalerei, Arbeitsablauf.

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Im Gegensatz zur Malerei auf der Leinwand oder anderen Untergründen wird bei der Hinterglasmalerei, wie es das Wort schon sagt, hinter dem Glas gemalt. Das erfordert einen anderen Arbeitsablauf, beim Entwurf und bei der Maltechnik.

Die Übertragung der Vorlage auf das Glas geschieht seitenverkehrt und der Ablauf des Farbauftrages ist zum Anfang etwas verwirrend, wird aber nach kurzer Eingewöhnungszeit schnell zur Selbstverständlichkeit. Da auf der Rückseite des Glases gearbeitet wird müssen alle Teile des Bildes die im Vordergrund gesehen werden zuerst gemalt werden.

Nach der Auswahl einer Vorlage und der Größenanpassung an das Glas wird die Rißzeichnung hergestellt. Dazu wird Transparentpapier auf die Vorlage gelegt und mit Klebestreifen gegen verrutschen gesichert. Als erstes wird eine gestrichelte, waagerechte und senkrechte, Mittellinie eingetragen. Sie hilft später, bei derÜbertragung auf das Glas, den Mittelpunkt festzustellen.

Jetzt werden alle Konturen und Linien durchgezeichnet, die Schattenpartien festgesetzt und die Lichter eingezeichnet. Wird das Hinterglasbild nach der Fertigstellung in einen Rahmen eingebaut, muss noch die Rahmenbreite markiert werden damit das Hauptmotiev nicht in den Rahmen hineingezeichnet wird.

Nach der Fertigstellung der Rißzeichnung wird an den Enden der eingezeichneten waagerechten und senkrechten Linien eine Kerbe ausgeschnitten. Dann wird die Rißzeichnung auf die Vorderseite des vorher gründlich gereinigten Glases gelegt und die Mittellinie auf dem Glas eingezeichnet. Damit die Farben richtig halten darf das Glas nur noch an den Rändern angefasst werden.

Jetzt wird die Rißvorlage umgedreht und auf der Vorderseite des Glases befestigt, wobei man beachten muss das sich die Mittellinien genau decken. Mit der schwarzen Konturenfarbe werden nun alle Konturen der Rißzeichnung eingezeichnet, man sollte darauf achten das die Konturlinien keine Unterbrechungen aufweisen.

Als nächstes werden die Lichter und Schatten aufgetragen. Für die Lichter mischt man sich einen hellbeigen Farbton, für die Schatten wird braun mit etwas schwarz gemischt und aufgetragen.

Möchten sie z.B. ein Gesicht malen werden zuerst die Lichter der Augen und Augäpfel, dann die Pupillen und danach die Iris gemalt. Ist auf diese Art das Hauptmotiv fertig wird zum Schluss der Hintergrund aufgetragen.

Nachdem das Bild vollständig getrocknet ist, kann es noch mit einem schönen Rahmen versehen werden.

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